Tagebuch eines geschundenen Feldes

eine Beobachtung seit 2015
Seit 2015 fotografiere ich ein Feld aus derselben Perspektive. Die Aufnahmen dokumentieren die verschiedenen Jahreszeiten, die jeweilige Wetterlage, die Arbeit des Landwirtes, den Pflanzenstand, die Spuren, die Wildtiere auf dem Feld hinterlassen. Das Feld zeigt sich jeden Tag in einem anderen Licht, präsentiert sich mal als kitschiges Postkartenmotiv, an anderen Tagen dominieren abstrakte Flächen die Landschaft.

Aus der Vielzahl der Aufnahmen wähle ich einen Querschnitt und lasse die Bilder in einer Bildershow sich einander überblenden. Die jeweilige Überblendung schiebt ein Bild, ähnlich einem Scanner, über das nächste. Die Aufnahmen zeigen stets den gleichen Ausschnitt, die Übergänge sind fließend. Das eigentlich banale Motiv zeigt in einer meditativen Abfolge die Kraft der Natur und macht bewusst, was kultiviertes Land stets von neuem „liefern“ muss.

 
 
 

Ohne Titel

2014

 
 

Du & Ich

2009, Papier, Stecknadeln
 
 

Nie wurde die Natur der Frau so respektiert

2001

 

Erinnerungskästchen

1998

Leichen im Kopf

Videoskulptur, 1999